Nasse Hand

Wenn man heute etwas über jemanden erfahren will, ist es üblich diesen zu „googeln“. Tut man das mit der „Nassen Hand“ findet sich überraschendes: „Warum ist eine nasse Hand beim anpusten kälter?“, „Warum ist Wasser nass?“,  „Nasse Hände – Stil und Etikette“; „Die Nasse Hand am toten Sack des Bahnwärters!“ usw. usw.

Aber tatsächlich findet man nichts über den mit langer Tradition versehenen Kegelclub „Nasse Hand“ aus Oberhausen. Darum hier und nun ein paar wissenswerte Details zu diesem liebenswerten Club.

Im Jahre 1945 entschloss sich ein Kreis um Willi Tümmers und Hans Dubs einen Kegelclub mit dem Namen „Nasse Hand“ zu gründen.

Zweck des Vereins sollte sein, die Pflege sportlichen Kegelns und die Förderung einer auf Freundschaft aufgebauten Geselligkeit unter den Mitgliedern. Unter diesem Motto führte dann auch Willi Tümmers seine “Nasse Hand” erfolgreich mit fester Hand (was einige Trophäen vom jährlichen Haideblümchen-Kegelwettkampf bezeugen können) und übergab die Führung erst in den 1980er Jahren an jüngere Kegelbrüder. Viele Mitglieder gelang es Ihre inzwischen erwachsenen Söhne für die Nasse Hand zu gewinnen, so dass zeitweise bis zu 3 Generationen gemeinsam weiterhin erfolgreich kegelten.

Eine historische Kuriosität bzw. eine kleine Überschneidung mit dem Kegelclub DKO sei hier noch Augenzwinkernd erwähnt: Bei den Recherchen zu diesem Porträt unseres Kegelclubs fanden wir im Rückblick des DKO ein Bild dessen Vorstand aus 1952/1953. Dieses Bild könnten auch wir uns zu nutze machen, wurde doch einer der abgebildeten honorigen Herren später Mitglied der Nassen Hand, ebenfalls gefolgt von seinem Sohn.

Gekegelt wurde zunächst im Bahnhof Oberhausen, später im Hotel Ruhrland und schließlich jahrelang auf der Kegelbahn der Stadthalle Oberhausen. Nach deren Schließung fanden wir nach einigen Umwegen auf der Kegelbahn der Gaststätte „Schwarzes Schaf“ im Haus Bleuel in der Mellinghoferstraße unser neues Quartier. Da die beruflichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen vieler Mitglieder eine wöchentliche Präsenz nicht mehr zuließen, wurde Ende 2009 beschlossen nur noch 14-tägig zu kegeln, was tatsächlich zu einer Steigerung der Präsenz führte. Dies sollte  unter anderem Grundlage für das Anknüpfen an früheres erfolgreiches Kegeln sein. Erfolgreich waren wir aber auch bei dem schwierigen Thema der Neuaufnahme von Mitgliedern. Nach langem Stillstand und damit verbundenem kontinuierlichem Nachlassen der keglerischen Leistungen konnten in den letzten Jahren vier neue jüngere Mitglieder gewonnen werden. Die Leistungskurve zeigt seitdem wieder etwas nach oben.

Zurzeit besteht der Club aus 14 aktiven und drei passiven Mitgliedern im Alter zwischen 32 und 79.

Obwohl eigentlich bezüglich der Vorstandsposten vor wenigen Jahren ein Rotationsprinzip eingeführt wurde, besteht der Vorstand doch meist unverändert aus den Herren: Franz-Peter Schulte / Rainer Tümmers / Günter Seidel / Christian Teske.

Unseren 65. Geburtstag im Jahre 2010 haben wir immer noch rüstig begangen und beabsichtigen auch weiterhin nicht, uns aufs Rententeil zurückzuziehen – im Gegenteil!

Oberhausen im Dezember 2012

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